Wenn Zigarettenrauch plötzlich stinkt

Zu Beginn diesen Jahres hätte ich es mir noch nicht träumen lassen, dass ich Zigarettenrauch mal als stinkend empfinden werde. Wenn man selbst ein Pyrovernichter ist bekommt man das ja auch nicht wirklich mit, hört es vielleicht mal und winkt aber nur ab. Aus heutiger Sicht kann ich diejenigen verstehen die sagen… Zigarettenrauch stinkt. Was ich aber deswegen nicht werde ist ein militanter Nichtraucher, sprich ein solcher Zeitgenosse der nun auf alle Pyrokonsumenten wettert. Das konnte ich damals schon nicht ab und auch heute falle ich nicht in diese (unfaire) Schiene.

Kein kalter Rauch, kein Keuchen

Ja, gerade morgens ist es mir schon aufgefallen wenn man ins Wohnzimmer kommt und es müffelt nach kaltem Rauch. Zumindest hin und wieder. Geändert habe ich jedoch nichts daran, es wurde fleißig weiter gequarzt was das Zeug hielt. Der klebrige Gilb vom Nikotin am Lampenschirm wurde einfach öfter mal entfernt, die Abstände des Fensterputzens entsprechend verkürzt und im Sommer war das Fenster ohnehin den ganzen Tag offen. Und wenn es mit dem Stoff mal eng geworden ist gab es ja immer noch die Tanke „um die Ecke“.

Gut, der Keuchanfall am Morgen unter der Dusche, bei dem die Lungenflügel stets La Paloma rückwärts gepfiffen haben war zwar nervig. Doch das gehört nun eben mal dazu wenn man Raucher ein ist. Und soooo schlimm ist es ja nun auch wieder nicht, andere husten ja genauso. Die Tatsache, dass man völlig außer Atem ist wenn man die oberen Stockwerke eines Hauses aufsuchen muss schiebt man auf alles mögliche, nur nicht auf den Zigarettenkonsum. Notfalls und im Zweifelsfall ist einfach der fehlende Fahrstuhl schuld an der eigenen Atemnot.

Es ist doch eigentlich alles prima – so als Raucher. Nein, ist es eben nicht. Machen wir uns einfach mal nichts vor was nicht den Fakten entspricht. Die Wahrheit sieht anders aus.

Je früher umsteigen desto besser

Rauchen aufgebenOhne einem Raucher zu nahe treten zu wollen, Zigaretten sind einfach Mist. Und ich schreibe das nicht nur so ins Blaue hinein, ich weiß wovon ich spreche. Ich hatte selbst über 30 Jahre nicht wenig geraucht. Den Versuch das Rauchen aufzugeben startete ich öfter, natürlich auch ein paar mal als „guten Vorsatz für das neue Jahr“. Selbst Nikotinkaugummis und Sprays führten zu keinem Erfolg vom Rauchen loszukommen. Das Rauchen aufgeben ist relativ leicht, es dauerhaft durchzuhalten dafür um so schwerer. Irgendwann gibt man die Versuche auf mit der Begründung „es klappt ja eh nicht“.

Doch halt, mit dem Umstieg von der Zigarette zum Dampfen wird es tatsächlich zum Kinderspiel. Und auch hier weiß ich wovon ich „rede“ weil ich es wenn man so möchte in einem Selbstversuch probiert habe. Inzwischen ist es mehr als 7 Wochen her das ich Dampfer bin und mein Verlangen nach einer Zigarette war gleich Null – nicht mal ansatzweise. Selbst die gesundheitlichen Probleme durch den Rauchstopp hielten sich absolut in Grenzen. So leicht hatte ich es mir nicht vorgestellt um ganz ehrlich zu sein.

Plötzlich wieder Luft, Geschmack und mehr

Nach bereits knapp 2 Monaten fällt das Treppensteigen wieder leichter und man kann Geschmäcker wahrnehmen die man lange nicht mehr wahrgenommen hatte. Auch der Geruchssinn ist ein anderer geworden. Am Morgen Husten? Lang ist es her. In der Wohnung riecht es nicht mehr nach kaltem Rauch. Eben alles was oben angeführt worden ist hat sich zum deutlich Besseren gewendet und ich kann jedem Raucher nur empfehlen – wirf die Kippen weg und „dampf Dir einen“. Es ist erheblich weniger schädlich und oben drauf noch günstiger. Beides Aspekte die man auf jeden Fall mal überdenken sollte.

Inzwischen ist es tatsächlich so, dass ich Zigarettenrauch als stinkend empfinde. Erstmals in meinem Leben rümpfe ich die Nase wenn ein Raucher an mir vorbei läuft und dabei qualmt. Er kann ja nichts dafür, ich war ja selbst so ein „Stinkerle“ gewesen. Wie gesagt, militant werde ich trotzdem nicht weil jeder selber wissen muss was er tut. Aber tut mir den Gefallen und lasst Euch nicht von den „Expertenmeinungen“ zum Thema Dampfen beeinflussen.

Das einzige was mir jetzt noch stinkt ist – ich hätte viel früher auf das Dampfen umsteigen sollen als ich es letztendlich getan habe!

1 Kommentar zu “Wenn Zigarettenrauch plötzlich stinkt

  1. 5. Juni 2017 at 19:47

    Das mit dem Rauch war auch mein positivtes Erlebnis nach dem Wechsel zur E-Zigarette. Wenn man selber viel raucht, merkt man ja meist gar nicht wie sehr es eigentlich stinkt. Aber selbst wenn man als fremder Raucher in einen Raucherhaushalt kommt, riecht man es sofort. Der Gedanke dass es so für meine Gäste bei mir riecht, hat mich schon immer gestört. Das ist jetzt vorbei und ich fühle mich dadurch auch viel besser, wenn ich mal Leute zu mir nach Hause einlade 😉
    Beste Grüße

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