Gegen das Vergessen von Fakten aus dem DKFZ

Öffentlich dargebotene Aussagen sind nicht einfach so ausradierbar – nicht nur alleine wegen der Existenz des Internets. Aber das Internet hilft dabei diese Aussagen auf einer sehr großen Fläche in die Köpfe der Leute zu bringen und eventuell regt dies zum Nachdenken über bestimmte Vorgehensweise aller involvierten Institutionen gegen die Dampfer an. Wünschenswert wäre es.

Es ist davon auszugehen, dass nachfolgend zitierte Aussagen des Deutschen Krebsforschungsinstitutes Heidelberg (repräsentiert durch Frau Dr. Pötschke-Langer) möglichst „ungesehen“ im Netz untergehen mögen, weil sie so überhaupt nicht mehr zu dem passen was heute über das Dampfen berichtet wird. Mit einfachen Worten, Frau Pötschke-Langer hat den Stil inzwischen umgedreht wie es sprichwörtlich so schön heißt. Warum und wieso muss man nicht verstehen, man kann sich aber mal eingehende Gedanken darüber machen welchen Grund es für diesen relativ abrupten Sinneswandel geben könnte. Schnell könnte man unter Umständen zur Auffassung gelangen, dass es den einen oder anderen „Nutznießer“ jenseits der Dampfergilde für diesen Sinneswandel geben könnte ohne hier die Gedankengänge in eine bestimmte Richtung lenken zu wollen.

Dieser Denkanstoß, wenn man ihn als solchen sehen mag, richtet sich insbesondere an die „Noch-Nicht-Dampfer“ welche noch Tabakzigaretten konsumieren und davon wegkommen wollen. Mit den vielfach gestreuten Hetzkampagnen einerseits und der kommenden TPD 2 andererseits wird speziell dieser Teil der Menschheit um eine definitiv gesündere wie auch effektivere Variante betrogen von den „Pyros“ loszukommen und sogar das Nikotin schrittweise eigenmächtig zu senken bis hin zum Nullpunkt. Es war also nicht falsch, wenn eine Frau Pötschke-Langer öffentlich verlauten ließ, dass

…. gegen die normale Zigarette, die eine solche Giftlast darstellt, stellt eine E-Zigarette ein vergleichsweise harmloses Produkt dar!

Das WHO-Kollaborationszentrum fürTabakkontrolle (Leiterin Dr. Pötschke-Langer) ließ weiterhin 2012 eine Tatsache – ebenfalls im Kulturprogramm des Deutschlandradios – verlautbaren, von der man heute weitestgehend abrückt. Nicht zuletzt deswegen, weil das Dampfen mit dem Rauchen oftmals gleichgestellt wird.

Es wird kein Tabak verbrannt. Es ist in dem Dampf von E-Zigaretten weder Teer, Kohlenmonoxid oder auch zahlreiche andere Kanzerogene enthalten, die aus dem Rauch einer herkömmlichen Zigarette ja dieses hochgefährliche Giftgemisch machen.

Heute – 3 Jahre später – spricht man spiegelverkehrt. Heute stellt Frau Pötschke-Langer fest, dass das Dampfen von einem giftigen Chemikaliengemisch begleitet wird. Und das, obwohl es keinerlei Gutachten / Studien in diese Richting gäbe, die ein Kippen der ursprünglichen Aussage rechtfertigen würde. Mit sehr großer Überzeugung stellte das DKFZ ebenfalls vor 3 Jahren noch fest

Die elektrische Zigarette, im Vergleich zu jeder normalen traditionellen Tabakzigarette, ist in der Tat viel viel weniger gefährlich, das können wir mit Sicherheit sagen.

In diesen Worten schwingt schon eine ordentliche Portion „Garantie“ mit – anders könnte man ja etwas nicht mit Sicherheit sagen. In nahezu allen Artikeln die man heute über das Dampfen findet ist davon nicht mehr die Rede.

Ethik kontra Lobbyismus

Für mich persönlich finde ich es am verwerflichsten, dass umsteigewilligen Rauchern mit diesen Hetzkampagnen und bewusst gestreuten Falschaussagen jede Möglichkeit genommen wird ihre Gesundheit nachhaltig und auch nachweislich zu verbessern. Auch hierzu gab es eine Aussage von Dr. Pötschke-Langer die aus heutiger Sicht in meinen Augen eine schallende Ohrfeige für alle bereits umgestiegenen Raucher – aber auch für die de es noch vorhaben – ist.

dkfz-zitat-dampfen

Es ist ethisch nicht vertretbar, Konsumenten das geringere Risiko rauchloser Tabakprodukte im Vergleich zum Rauchen zu verschweigen.

Ethisch nicht vertretbar…. das war 2009 im Tabakatlas des gleichen Jahres. Diese Ethik scheint heute nicht nur vergessen sondern vollkommen irrelevant geworden.

Meine Meinung hierzu ist eindeutig, nicht nur weil ich seit einigen Monaten selbst erfolgreich Dampfer geworden bin und Pyros hinter mir gelassen habe. Wenn jemand seine öffentlich dargelegte Meinung innerhalb von wenigen Jahren derartig über den Haufen wirft wie es hier bei diesen Aussagen der Fall ist kann absolut nicht erwarten dass er von mir für wirklich kompetent / fachkundig betrachtet wird. Erst recht dann nicht, wenn es zwischen den ursprünglichen Aussagen und der heutigen Haltung keinerlei neue bzw. belegbare Erkenntnisse gab die den Meinungswechsel begründen könnten. Und diese meine Auffassung gilt für jeglich Person ungeachtet seiner Position, Titel oder dergleichen.

Die o.g. Zitate gibt es als Bilddatei zum Download und Verteilung in den sozialen Netzwerken bei der IG-ED. Was auch immer die Zukunft bringen wird, wir sollten uns nicht das Recht nehmen lassen auf Fakten hinzuweisen und damit offenzulegen, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt.

1 Kommentar zu “Gegen das Vergessen von Fakten aus dem DKFZ

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