Einmal Subohm-Dampfen und zurück

Es ist ein mit unter sehr steiniger Weg, den man als Dampfer wohl beschreiten muss und letztlich ein aussagekräftiges Fazit für sich ziehen zu können. Das Dampfen im Bereich von Subohm hat genau genommen mit dem Grundgedanken des Dampfens – also dem traditionellen Dampfen – nicht all zu viel zu tun. Ich will hier keine Schneise schlagen zwischen den traditionellen Dampfern und denen die sich dem Subohm-Bereich verschrieben haben. Beides hat seine Daseinsberechtigung und findet selbstverständlich seine Anhänger. Nur soviel muss erlaubt sein zu sagen, der Hype um immer höhere Wattzahlen, „gekünstelten“ Wicklungen und daraus resultierenden Mega-Dampfwolken ist größtenteils den Verdampferherstellern zuzuschreiben. Der Markt ist in den letzten Jahren dermaßen explodiert, dass es schon nicht mehr feierlich war. Die Nachfrage war bzw. ist ja schließlich vorhanden.

Etwas überspitzt ausgedrückt, kaum vom Band gefallen war der Verdampfer schon wieder „überholt“ durch ein vermeintlich noch besseres Design und Handling des Verdampfers. Kein Flat-TV oder Computer war eine gewisse zeitlang so schnell „out“ wie der Markt der Verdampfer. Nicht immer war es wirklich eine Verbesserung, ein Fortschritt. Dieses Szenario fand bei Verdampfern gleichermaßen rasant statt wie bei Akkuträgern. Die Hersteller wollten mit schnell aufeinander folgenden, neuen Modellen den immer weiter wachsenden Markt an Konsumenten rasch abgreifen oder anders ausgedrückt befriedigen. Allerdings nicht ohne Folgen, die Maschinerie der Clonehersteller war geboren.

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Einmal Subohm-Dampfen und wieder zurück

Über diese Hype-Welle und natürlich einer gewissen Portion an Neugierde geriet ich schließlich auch zum Subohm-Dampfen. Entsprechende Akkuträger, Verdampfer, zig verschiedene Wicklungen und diverse Zusammensetzungen der Basen usw. wurden angeschafft bzw. gemischt und ausprobiert. An entsprechendem Lehrgeld hat es ebenfalls nicht gefehlt, so manche Wicklung überlebte auf Grund selbst fabrizierten Fehler nicht besonders lange und musste ausgewechselt werden. In der Anfangszeit meiner Subohmerei also mehr basteln als dampfen wenn man so möchte. Das gehört eben mit dazu – Learning by Doing und immer auf der Suche nach der perfekten Wicklung für den ultimativen Geschmack. Um Letzteres geht es ja eigentlich oder sollte es zumindest.

Glücklich geworden bin ich damit nicht. Das soll nun nicht heißen, dass es keinen Spaß gemacht hat. Doch teilweise als menschlicher Nebelwerfer unterwegs fehlte relativ oft das Geschmackserlebnis bei einem zeitgleich stattgefundenen Liquidverbrauch, welcher wirklich nicht mehr feierlich war. Diese High-Tech-Verdampfer schlucken je nach Modell recht ordentlich. Klar, viel Dampf bedeutet viel Liquid, leider jedoch nicht pauschal auch viel Geschmack. So zwischen drin ist das für meine Begriffe ganz in Ordnung, das Non-Plus-Ultra war und ist es für mich nicht gewesen.

Wieder beim traditionelles Dampfen angelangt

Kayfun mini V3

Kayfun mini V3

Es wäre unfair zu behaupten „außer Spesen nicht gewesen“, aber die Verdampfer und auch notwendigen Hochleistungs-Akkuträger waren auch nicht gerade umsonst auf dem Weg zu mir. Diesen Erfahrungsabschnitt lege ich einfach mal in der Rubrik „bezahltes Lehrgeld“ mit ab.

Inzwischen bin ich wieder beim traditionellen Dampfen als sogenannter Backendampfer angelangt, sprich im Bereich von 1,3 – 2,0 Ohm. Es ist ja nicht so wie einige vielleicht denken mögen, dass traditionelles Dampfen „kaum Dampf“ erzeugt und deswegen nichts davon wissen wollen. Die Dampfmengen sind nicht so dicht wie im Subohm-Bereich, das ist schon richtig. Aber auch hier dampft es recht ordentlich wie ich meine und mir genügt das vollkommen. Es geht mir beim in erster Linie um den Geschmack und die Tatsache von den Pyros weggekommen zu sein. Und den kann man mit guten Verdampfern in jedem Fall aus einem guten Liquid herausholen.

Traditionelles Dampfen ist entspannter – so empfinde ich es. Es muss überspitzt dargestellt nicht immer gleich die Oberleitung der Deutschen Bahn angezapft werden um meine Coil zu befeuern. Traditionelles Dampfen braucht weniger Energie und keine Hochleistungs-Akkuträger mit 200 Watt und mehr. Zudem spart es Liquid. Wo ich während meiner „Lehrgeldzeit“ noch 20 und 30 ml Liquid am Tag durchgejagt habe reichen heute 5 ml Liquid locker aus.

Dass hier wie auf dem Bild der Akkuträger 22 mm und der Verdampfer 19 mm haben stört mich nicht – bei Gelegenheit gibt es mal einen „passenden Akkuträger“. Dem guten Geschmack tut dies jedenfalls keinen Abbruch und nur das ist wirklich entscheidend.

Ich bin zufrieden damit, jeder wie er eben mag. Nur ganz aus den Augen verlieren sollte man das traditionelle Dampfen nicht.

2 Kommentare zu “Einmal Subohm-Dampfen und zurück

  1. Sebastian Voigt
    17. Februar 2017 at 19:33

    Habe grade mit absolutem Kopfnicken Deinen Artikel gelesen.. und was soll ich sagen… die letzten Monate immer 30+ watt und wie durch zufall mal wieder meinen Kay 3.1 rausgekramt.. und Bäääm da war er wieder der lange gesuchte Geschmack. Absolut enntspannt.. sicher wieder etwas mehr Niko, aber das hat sich gelohnt.. und das mit meinem ersten SWVD …

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