Die Universität Hamburg sucht Dampfer für eine Studie

Das Zentrum für interdisziplinäre Suchtforschung in Hamburg will in einer Onlinestudie die Konsumgewohnheiten und Motive von E-Zigarettenkonsumenten in Deutschland analysieren. Dafür brauchen die Forscher eure Mithilfe. Was hinter der Studie steckt, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Positive Entwicklung der E-Zigarettennutzer

Das Thema ist uns altbekannt. Dampfen wäre gesundheitsschädlich, genauso schlimm wie das Tabakrauchen an sich. Wissenschaftler weltweit stehen sich mit gegensätzlichen Positionen gegenüber. Pragmatiker wie Peter Hajek, Präventivmediziner der Londoner Queen Mary University, sehen in der E-Zigarette ein Mittel, um Hunderttausende Menschenleben zu retten. Auf der anderen Seite stehen die Anhänger der totalen Abstinenz, also Personen, die weder rauchen noch dampfen.

Dampfen E-Zigarette

In der Realität zeigt sich ein überraschendes Bild: Mittlerweile greifen mehr als 3 Millionen Menschen zur E-Zigarette, Tendenz steigend. Der Umsatz mit E-Zigaretten und -zubehör hat sich zwischen 2010 und 2014 bereits um das Vierzigfache erhöht, und einige Experten erwarten sogar, dass bis 2021 mehr Umsatz mit elektronischen Dampfgeräten als mit herkömmlichen Glimmstängeln erreicht wird. Einige internationale Studien haben bereits gezeigt, dass man mit E-Zigaretten seinen Rauchkonsum verringern kann. Eventuelle gesundheitliche Beeinträchtigungen haben nichts mit der E-Zigarette an sich zu tun, sondern mit den Entzugserscheinungen von Nikotin, Teer und sonstigen gesundheitsgefährdenden Inhaltsstoffen der normalen Zigarette. Schließlich enthält das Liquid für die elektronischen Zigaretten lediglich folgende Inhaltsstoffe, wobei sich die Zusammensetzung je nach Produkt unterscheiden kann:

  • Propylenglykol
  • Vegetable Glycerin
  • Wasser
  • Aroma
  • gegebenenfalls Nikotin

Konsumgewohnheiten der Deutschen bislang kaum erforscht

 

Bisher gibt es in Deutschland nur wenige Studien, die sich mit den Konsumgewohnheiten von Dampfern beschäftigen. Daher hat die Universität Hamburg nun ein Forschungsprojekt angestoßen, in dessen Rahmen die Motive von E-Zigarettenkonsumenten untersucht werden sollen. Interessant ist dieses Thema auch, weil immer mehr Menschen auf das Dampfen umsteigen. In den letzten Jahren kamen ständig neue Anbieter von E-Zigarettenzubehör, sowohl im Internet als auch in den Innenstädten, hinzu. Aber verlässliche Ergebnisse fehlen bisher.

Was will die Studie und wie kannst du mitmachen?

dampfer studieWichtig ist es zu wissen, dass in der Studie keine Interessenkonflikte bestehen. Das ZIS hat selbst einen Antrag auf Finanzierung beim Bundesministerium für Gesundheit gestellt. Auch wenn der Staat das Projekt finanziert, nimmt niemand in irgendeiner Weise Einfluss auf die Studie oder das Ergebnis. Die Forscher wollen in erster Linie herausfinden, warum Leute auf E-Zigaretten umsteigen und ob und inwieweit sie dabei helfen, sich das Rauchen abzugewöhnen.

Aber um verlässliche Ergebnisse zu erzielen, braucht die Studie repräsentative Teilnehmer. Wenn du wie ich ein Dampfer bist, dann unterstütze die Forschung mit deiner Teilnahme an der Studie. Dabei ist es egal, ob du vorher herkömmliche Zigaretten geraucht oder erst mit dem Dampfen begonnen hast. Das Projekt läuft seit April 2015 und hat eine Gesamtlaufzeit von 12 Monaten. Die Daten werden vertraulich über einen Online-Fragebogen erhoben. Man benötigt für das Ausfüllen nur 10 bis 15 Minuten. Das geht also recht schnell und gleichzeitig tust du was Gutes. An vielen Stellen des Fragebogens gibt es Platz für Kommentare und Anmerkungen. Daraus erhoffen sich die Forscher mehr individuelle Antworten zu den Motiven des Dampfens. Die Daten insgesamt werden natürlich anonym behandelt.

Nach Abschluss der Studie sollen die Ergebnisse dann im kommenden Jahr in verschiedenen Printmedien und auf Onlineplattformen veröffentlicht werden.

Bilder: © Pixabay.de

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